Zementestrich (CT)

Gerade für Zementestrich gibt es die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten.

Was ist Zementestrich?

Zementestrich besteht aus Zement, einer Gesteinskörnung wie Sand oder Kies und eventuell kommen noch spezielle Zusatzmittel und Wasser zum Einsatz.

 

Der Zementestrich ist wohl der bekannteste Estrich in Deutschland. Und das zu Recht: Zementestrich ist sehr beständig gegenüber Feuchtigkeit und dafür auch in Nassräumen einsetzbar. Aber natürlich erst, wenn er vollständig ausgehärtet ist.

 

Der wohl größte Nachteil des Zementestrich ist sein Verhalten beim Aushärten. Durch den Trocknungsprozess verliert der Zementestrich sehr viel Feuchtigkeit und zieht sich dadurch natürlich zusammen. Durch diesen Vorgang können Risse entstehen, die sich bei größeren Flächen sehr negativ auswirken können. Da der Schrumpfungsprozess teilweise immens ausfallen kann, ist die Bearbeitungsfläche zu begrenzen. Laut diverser Aussagen ist hier eine maximale Fläche von etwa 40 Quadratmetern anzuraten. Außerdem sollte das Thermometer beim Einbau nicht unter 5 Grad Celsius sinken. Diese sollte auch für einige Tage nach dem Einbau nicht unterschritten werden.

 

Zudem ist dafür zu sorgen, dass der Zementestrich nach dem Einbau nicht austrocknet - er muss also feucht gehalten werden. Wie lange genau, das ergibt sich aus der Zusammensetzung des Zementestrich. Außerdem muss sichergestellt sein, dass der Estrich nicht zu warm wird oder Regen ausgesetzt ist.

 

Wann der Zementestrich das erste Mal begehbar ist, hängt auch von der Zusammensetzung ab. Normalerweise darf der Zementestrich die ersten drei Tage auf keinen Fall betreten werden. Der genaue Zeitraum kann anhand des Wasser-Zement-Wertes berechnet werden.

Einsatzgebiete von Zementestrich

Zementestrich kann in den verschiedensten Umgebungen eingebaut werden - egal ob innen oder außen. Zu den beliebtesten Einsatzgebieten zählen dabe:

 

  • Bäder
  • Duschen
  • Garagen
  • etc.

 

Diese Vielfältigkeit macht den Zementestrich zum meistgenutzten Estrich in Deutschland. Gefördert wird seine Verbreitung durch seine sehr guten Festigkeitswerte und seine Unempfindlichkeit gegen Feuchtigkeit.

 

Bei der Verarbeitung von Zementestrich ist darauf zu achten, dass die Belegreife erst nach vollständiger Aushärtung erreicht ist. Das heißt, erst wenn der Zementestrich vollständig ausgehärtet ist, kann er mit weiteren Bodenbelägen belegt werden. Es kann bis zu 20-30 Tage dauern, bis der Estrich komplett getrocknet ist.

 

Dabei definiert sich "trocken" als ein Feuchtigkeitsgehalt des Zementestrich von unter 2%.

Eigenschaften von Zementestrich

Vorteile von Zementestrich:

  • Einsatz in Nassräumen möglich
  • hohe Frostbeständigkeit (wenn entsprechende Zusätze eingebunden werden)
  • feuchtigkeitsbeständig
  • beständig gegen hohe Lasten - sofern ausreichend dimensioniert

 

Nachteile von Zementestrichen:

  • wenn Zementestrich einseitig trocknet, kann sich die Fläche wölben
  • sehr hohe Trocknungszeiten
  • Rissgefahr durch hohen Schwund

Wenn Sie sich mit dem Baustoff Zementestrich beschäftigen, sollten Sie immer auch einem Estrich-Fachmann zu Rate ziehen. So können Sie weitere Fragen klären und weitere wichtige Informationen einholen. Es hat sich schon oft herausgestellt, dass offene Fragen in einem persönlichen Gespräch noch detaillierter und manchmal auch sehr schnell beantwortet werden können.

Das Gespräch mit einem Fachmann zum Thema Zementestrich sollte auf jeden Fall ganz oben auf Ihrer Liste stehen. Haben Sie keinen direkten Kontakt? Dann sprechen Sie einfach den Baustoffhändler in Ihrer Nähe an. Er kann Ihnen sicherlich einen Kontakt vermitteln, an den Sie sich mit Ihren Fragen zum Zementestrich wenden können. Eine Garantie für die Richtigkeit der hier genannten Informationen können wir nicht geben.

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