Wie kann man Beton versiegeln und imprägnieren?

Bei der Versiegelung von Beton gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Verfahren. Hier erfahren Sie, wie es geht.

Wer sich mit dem Baumaterial Beton beschäftigt wird wissen, dass Beton nicht ewig hält. Nach und nach erhält er Risse und Spalten und seine Qualität kann nachlassen. Daher bietet es sich an, den Beton mit entsprechenden Hilfsmitteln zu versiegeln. Dies erhöht die Lebensdauer des Betons.

 

Der Hauptgrund, warum man eine Versiegelung von Beton durchführen sollte ist, dass oft Wasser oder Schadstoffe in den leicht porösen Beton eintreten und ihn von innen schädigen können.

Dieser Prozess läuft sehr langsam ab und macht sich erst nach mehreren Jahren am Beton bemerkbar bzw. sind die Schäden nicht sofort sichtbar.

 

Dabei können die Einsatzgebiete der Imprägnierung bzw. Beton-Versiegelung sehr unterschiedlich sein. Von Böden in Industrieanlagen und Autowerkstätten oder Tierhaltungsanlagen über Außenflächen oder Garagen und Wohnräumen. Denn mittlerweile hat Beton Einzug in alle Bereiche des Lebens gefunden.

 

Zudem lassen sich mögliche Flecken auf versiegeltem Beton deutlich besser entfernen, was natürlich vor allem in Wohnräumen und Garagen von hoher Wichtigkeit ist.

 

Nach der Versiegelung des Betons lassen sich die Flächen deutlich leichter reinigen und der Schmutz bzw. Krankheitserreger dringen nicht mehr in den Beton ein. Dadurch wird nicht nur die Lebensdauer sondern auch die Optik des Betons auf längere Zeit gesichert. Der imprägnierte Beton erhält damit eine deutlich längere Lebensdauer.

Was ist bei der Imprägnierung bzw. Versiegelung in Wohnräumen zu beachten?

Wenn Sie Beton versiegeln möchten, sollten Sie sich zu allererst die Frage stellen, ob der Beton im Innen- oder Außenbereich liegt. Denn je nachdem ob der Beton der versiegelt werden soll innen oder außen liegt, variieren auch die Produkte und Methoden, die zur Versiegelung in Frage kommen.

Schritt 1:

Befinden sich Risse oder bereits starke Verunreinigungen im Beton, sollten diese Stellen gründlich gereinigt bzw. beseitigt werden. Zur Reinigung des Betons sollte Nitroverdünnung zum Einsatz kommen. Hiermit lassen sich zumeist auch starke Verschmutzungen vor der Versiegelung entfernen. Natürlich ist bei dem Umgang mit Verdünnung immer Vorsicht geboten!

 

Bei Rissen im Beton sollten diese entfernt werden und die Stellen ausgebessert werden. Dafür einfach die betreffenden Stellen ausstemmen und dann eine entsprechende Reparaturmasse (gibts im Baumarkt) einbringen und sehr gut trocknen lassen. Achtung: Das Glätten nicht vergessen!

 

Wenn der Beton von allen Flecken, Rissen etc. befreit wurde, kann mit der Beton-Versiegelung begonnen werden, um ein möglichst gutes Ergebnis zu bekommen.

 

Schritt 2:

Um mit der Versiegelung des Betons beginnen zu können, sollten Sie sich je nach Bereich (innen oder außen) ein entsprechendes Versiegelungsmittel besorgen. Diese erhalten sie im Fachhandel oder im Baumarkt.

 

Besonders gut eignen sich Betonversiegelungsmittel, die Epoxidharz enthalten. Diese dringen in den Beton ein und gehen eine Verbindung mit dem Beton ein. Auch Dispersionsversiegelungsmittel sind eine gut Wahl.

 

Schritt 3:

Soll der Betonboden neben der Versiegelund auch eine neue Farbe erhalten, kann bei einigen Versiegelungsmitteln auch noch Farbe hinzugemischt werden. Damit können Sie Ihrem Beton auch gleich ein neues Aussehen verleihen.

Schritt 4:

Das Mittel zur Versiegelung sollte nun großflächig aufgetragen werden. Dazu bietet sich ein großer Pinsel oder auch eine passende Bürste oder Rolle ein, die es ebenfalls im Fachhandel zu kaufen gibt. Testen Sie das Verfahren am besten zuerst an einer nicht direkt sichtbaren Stelle, um die Saugfähigkeit Ihres Betons zu testen und zu sehen, wie sich das Versiegelungsmittel auf dem Beton verhält.

 

Erst nach einem Test sollten Sie großflächig loslegen. Beachten Sie dabei immer die Angaben der Hersteller bzw. auch des Fachmanns, den Sie zu Rate gezogen haben. Das erspart unnötigen Aufwand. Achtung: Pfützen sollten Sie auf jeden Fall vermeiden. Tragen Sie also nicht zu viel Versiegelungsmittel auf den Beton auf!

 

Schritt 5 (optional):

Um einen eventuell noch besseren Schutz und eine glattere Oberfläche zu erhalten, kann der Beton auch ein zweites Mal versiegelt werden. Achten Sie dabei auch immer auf die Gebrauchshinweise, aber eine doppelte Versiegelung kann viele Vorteile haben.

 

Schritt 6:

Egal ob der Beton einmal oder mehrfach versiegelt wurd - die Trocknungzeiten müssen während jedem Vorgang sehr genau eingehalten werden. Die Trocknungszeiten der Imprägnierung sind von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Es kann zwischen zwei und mehreren Stunden dauern, bis die Fläche getrocknet ist. Begehbar ist sie dann jedoch noch nicht. Schauen Sie also immer in die entsprechende Anleitung oder ziehen Sie einen Fachmann zu Rate.

Hier noch ein Video zum Versiegeln von Estrich mit Epoxidharz:

Ziehen Sie im Zweifel einen Fachmann zu Rate!

Bei der Versiegelung von Beton ist es wichtig, dass die Arbeiten sehr genau und richtig durchgeführt werden. Daher sollten Sie für das beste Ergebnis auch immer einen Fachmann konsultieren. Dieser kennt sich mit den Mitteln und Methoden am besten aus und wird Arbeit in hoher Qualität abliefern.

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Kommentare: 2
  • #1

    Sabine Nelke (Freitag, 24 Juli 2015 21:19)

    Können Sie mir einen Tipp geben, wie ich Betonschalen Lebensmitteltechnik versiegeln kann?
    Dankeschön!

  • #2

    tom (Donnerstag, 11 Mai 2017 13:58)

    habt ihr noch Tips oder Anmerkungen wie ich eine alte DDR Beton Tischtennisplatte wieder fit machen kann?
    ansonsten würde ich es nach dieser Art machen:
    "Das Glätten geht doch ganz gut mit einer Niviliermasse für außen. Dann
    ein 2-K-Epoxi in Grün oder Schwarz drauf und fertig ist die Platte."
    Daaaanke
    Tom