Trittschalldämmung lohnt sich - gegen störende Geräusche

Gegen Trittschall gibt es diverse Möglichkeiten. Wir zeigen, welche Trittschalldämmungen es gibt und was zu beachten ist.

Wenn sich die Nachbarn beschweren oder man durch Trittschall der eigenen Kinder / Mitbewohner genervt ist, dann wird es Zeit, sich über eine Trittschalldämmung Gedanken zu machen. Denn Schall ist Lärmbelästigung und genau das lässt uns schlechter schlafen und insgesamt auch deutlich unruhiger leben. Daher sollte man gegen Trittschall vorgehen, bevor es zu größerem Ärger kommt.

Grundsätzlich kommt es häufiger in älteren Häusern und Wohnungen vor, dass ein passender Schallschutz leider nicht vorhanden ist. Man hört also das Hin- und Herlaufen der Nachbarn, das Poltern der eigenen Kinder oder nachts sogar den Hund, der von einem Zimmer ins nächste Läuft. Die Quellen für Trittschall sind unzählbar und hat man das Problem erst einmal bemerkt, dann hört man die Geräusche umso mehr. Man sollte daher eine wirksame Dämpfung gegen Trittschall einbauen.

Der Bodenaufbau ist ein wichtiger Faktor um Trittschall zu vermeiden

Wenn man sich mit der Dämmung gegen Trittschall beschäftigt, sollte man sich zuerst einmal die Elemente des Bodenaufbaus ansehen, welche Trittschall beeinflussen. Da haben wir:

  • die Deckenkonstruktion
  • den verlegten Estrich
  • den auf dem Estrich liegenden Bodenbelag

 

Die Deckenkonstruktion kann man im Prinzip nur beim Bau des Hauses beeinflussen. Es kommen zumeist Massivdecken aus Beton oder Holzbalken zum Einsatz. Es ist oft zu erkennen, dass Holzbalken-Decken Schall deutlich besser leiten und Massivdecken eine höhere Wirkund zur Trittschall-Dämmung haben.

 

Natürlich beeinflusst auch die Art des verwendeten Estrich die Schallübertragung. Weiter unten gehen wir näher darauf ein.

 

Der Bodenbelag hat zudem auch massiv Einfluss auf die Ausbreitung von Trittschall. Es bietet sich and Bodenbeläge zu nehmen, welche eine hohe Dämmung gegen Schall ermöglichen.

 

Denn sonst, sieht es schnell so aus:

Lärm kann nervig sein - eine Dämmung gegen Trittschall muss her
Lärm kann nervig sein - eine Dämmung gegen Trittschall muss her

Welche Art der Trittschalldämmung lohnt sich?

Wir haben mit Fachleuten gesprochen und herausgekommen sind unterschiedliche Möglichkeiten der Trittschalldämmung. Diese möchten wir hier vorstellen und auf die einzelnen Möglichkeiten gegen Trittschall eingehen:

Komplette Dämmung gegen Trittschall:

Fall möglich, sollte man eine komplette Dämmung gegen Trittschall vornehmen. Hier sieht der Aufbau wie folgt aus:

  • Auf der Deckenkonstruktion wird eine Schallschutzmatte bzw. eine schalldämmende Ebene aus Polyethylenschaum-Schaum (PE-Schaum) bzw. Matten / Platten eingebracht. Achtung: Diese Schicht muss auch am Rand als Randdämmstreifen eingebracht werden - damit der Estrich nicht den Schall an die Wand überträgt. Dies ist die lila eingefärbte Schicht unten auf dem Bild.
  • Auf diese Trennschicht wird nun eine Folie gelegt, damit die Dämmung nicht angegriffen wird.
  • Auf dieser Folie wird nun der Estrich verlegt. Es entsteht also ein schwimmender Estrich (da er nicht auf der Decke aufliegt). Dies ist die graue Schicht auf dem Bild unten.
  • Um eine noch bessere Trittschalldämmung zu erreichen, wird auf den Estrich nun eine weitere Dämmschicht gelegt. Dies können erneut Matten gegen Trittschall oder z.B. auch Rollkork sein. Dies ist die blaue Schicht.
  • Auf diese Dämmung gegen Trittschall wird nun der endgültige Fussbodenbelag gelegt. Dies kann Parkett, Laminat oder natürlich auch Teppich sein.
Aufbau einer wirksamen Trittschalldämmung
Aufbau einer wirksamen Trittschalldämmung

Dämmung gegen Trittschall unter Parkett / Laminat:

Um den Schall bei Parkett zu verringern, ist es grundsätzlich nötig, eine trittschalldämmende Schicht unter dem Parkett zu verlegen. Möchte man hierzu nicht den kompletten Boden austauschen ist es sinnvoll, eine entsprechende Trennschicht zur Schallreduzierung zwischen Parkett / Laminat und dem Estrich zu verlegen.

 

Auch hier kommen zumeist ein PE-Schaum oder Klebematten aus Polyethylen zum Einsatz. Wer natürliche Materialien bevorzugt, sollte zum Rollkork greifen.

Generell ist es wichtig, dass das verwendete Material stabil ist und nicht reißt - denn sonst funktioniert die Dämmung nicht zu 100%.

 

Übrigens kann man auch den Bodenbelag - also in diesem Fall das Parkett oder Laminat schwimmend verlegen - z.B. auf Holzlatten. Dies bringt jedoch nicht so viel wir eine richtige Dämmschicht, da auch die Holzlatten wieder Schall übertragen.

Trittschall bei Parkett reduzieren
Unter Parkett gehört Dämmung, um den Schall zu reduzieren

Auswahl des Bodenbelages kann Trittschall senken:

Ein zentrales Element im Kampf gegen Trittschall ist übrigens der passende Bodenbelag. Wird ausschließlich ein optisch gut aussehender und an der Oberfläche versiegelter Estrich genutzt, fördert dies nicht unbedingt die Schallschutz.

 

Direkt verklebtes Echthozlparkett wird zum Beispiel direkt auf den Untergrund geklebt. Hier wird der Schall ebenfalls zum Großteil direkt übertragen.

 

Weichere Oberflächen wie zum Beispiel Teppich, sorgen für den besten Schutz gegen Trittschall. Jedoch ist Teppich nicht immer gewünscht, weshalb man vor allem auf den richtigen Bodenaufbau achten sollte.

WICHTIG: Bei all diesen Tipps und Kniffen zur Reduzierung von Trittschall ist zu beachten, dass der Estrich trocken ist (sonst greift Feuchtigkeit die Dämmschichten an) und dass die verwendeten Materialien stabil bzw. haltbar sind. Es wäre schlecht, wenn die Trennschichten reißen und sich dadurch unter Umständen auch Risse im Estrich ergeben. Daher im Zweifel auch immer einen Fachmann wie z.B. einen Estrichleger fragen, der sich mit dem Aufbau von Böden auskennt.

 

Wenn alle Arbeiten erledigt sind, kann der Lärm endlich draußen bleiben und Sie können die Ruhe genießen:

Weniger Lärm durch Trittschalldämmung
Weniger Lärm durch Trittschalldämmung

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