Gerüst für Heimwerker kaufen - das passende Gerüst finden

Gerüst für Heimwerker werden immer beliebter. In diesem Artikel erklären wir, welche Gerüsstypen es gibt, wann sich die Anschaffung lohnt und haben eine Checkliste für Gerüste zusammengestellt.

Ein Heimwerker-Gerüst ist die perfekte Ergänzung für euer Bauvorhaben. Besonders dann, wenn Leitern nicht mehr ausreichen und die Anschaffung der klassischen Baugerüste viel zu teuer ist. Mit unserem Ratgeber möchten wir euch hier alle wichtigen Infos und Berichte liefern, damit ihr das passende Heimwerkergerüst kaufen könnt. Denn: Ein Gerüst ist deutlich sicherer als eine Leiter und wer viel selber macht, der sollte über die Anschaffung eines Gerüstes nachdenken.

Gerüst Heimwerker kaufen
Gerüst: unterschiedliche Formen / Modelle für Heimwerker

Welche Gerüsttypen gibt es generell?

Grundsätzlich könnt ihr Gerüste nach dem jeweiligen Tragsystem unterscheiden. Zunächst wollen wir euch hier einen Überblick über die gängigen Gerüsttypen geben, um euch die Vorteile von Heimwerkergerüsten aufzeigen zu können.

 

Standgerüste
Dieser Typ ist praktisch auf jeder Baustelle zu sehen. Es ist das klassische Metallgerüst (oder oft auch aus Aluminium), das besonders bei Neubau- und Renovierungsbaustellen zum Einsatz kommt. Alle Teile des Gerüsts bauen aufeinander auf, wobei die Standbeine zu den wichtigsten Teilen zählen.


Hängegerüste
Hängegerüste werden verwendet, wenn die klassischen Standgerüste aufgrund der Gegebenheiten vor Ort nicht verwendet werden können. Hängegerüste sind vielseitig zu gebrauchen und werden deshalb zumeist bei Baustellen an oder unter Brücken benutzt. Seit Jahren prägt z. B. ein Hängegerüst das Äußere des Kölner Doms. Wie der Name sagt, hängt ein solches Gerüst am Gebäude, ohne den Boden zu berühren.


Auslegergerüste
Bei diesem Modell müssen die Träger mittels Halterungen an beiden Enden bzw. den Oberseiten an der Decke befestigt werden. Auf diese Träger werden dann die Bodenplatten, Leitern usw. aufgelegt und befestigt.


Konsolgerüst
Hier werden die Halter des Gerüsts in einbetonierte Schlaufen eingehängt. Sofern diese Schlaufen nicht mehr gebraucht werden, müssen sie aus dem Bauwerk entfernt werden. Weil damit ein erheblicher Arbeitsaufwand verbunden ist, wird dieser Gerüsttyp fast nur noch in der Industrie verwendet.

mobiles Gerüst mit Rollen
Praktisch ist auch ein mobiles Gerüst mit Rollen

Lohnt sich die Anschaffung von einem Gerüst?

Mit einem Wort: Ja. Gerüste für Heimwerker werden immer beliebter (wie auch Betonmischer), weil sie eine preiswerte und effektive Alternative zu den gängigen Gerüsttypen darstellen. Nicht zu vergessen, dass ihr mit Heimwerkergerüsten sehr viel schneller eure Bauvorhaben abschließen könnt, wenn normalerweise häufig eine Leiter zum Einsatz kommt.

 

Für die allermeisten Bauvorhaben braucht man immer zwei Dinge: Platz und einen sicheren Stand. Jeder, der schon mal viele Räume streichen musste, Kabel an den Decken verlegen, große Löcher machen bzw. an Außenfassenden gearbeitet hat, kann das sehr gut nachvollziehen.

 

Meistens benutzt man Leitern für diese Arbeiten in großer Höhe. Die oberste Stufe der Leiter wird dann häufig zur improvisierten Ablagefläche. Mal abgesehen davon, dass eine Bohrmaschine oder ein Eimer die Ablage bereits voll machen, ist es absolut verkehrt und ihr riskiert bei einem Unfall erhebliche Schäden. Nicht nur in der Wohnung, sondern auch an euch selbst.

 

Mit einem praktischen Gerüst löst ihr beide Probleme gleichzeitig. Ihr habt einen festen Stand, genügend Platz für eure Materialien (Eimer, Werkzeug, Wasserwaage, Baustellenradio etc.) sowie Maschinen und am wichtigsten: Ihr müsst euren Rücken nicht verkrümmen oder in sonst eine belastende Haltung bringen, wie es oft beim Arbeiten auf Leitern der Fall ist.

Wie finde ich das passende Modell?

Das richtige Modell bemisst sich in erster Linie nach der Häufigkeit des Gebrauchs. Benutzt ihr Heimwerkergerüste nur sehr sporadisch, dann genügen auch in der Regel Modelle aus dem mittleren Preissegment bzw. reicht es aus, wenn das Gerüst gebraucht gekauft wird.

 

Wisst ihr aber, dass ihr mehrere Male oder regelmäßig im Jahr auf das Gerüst zurückgreifen werdet, dann empfehlen wir euch qualitativ hochwertigerer Modelle. Warum? Je hochwertiger das Gerüst, desto einfacher ist der Auf- und Abbau. Hinzu kommt, dass sich die Qualität auch in der Funktionalität widerspiegelt. Sprich, die meisten Gerüste für Heimwerker sind noch besser verarbeitet, haben stärkere Rasten (mit dem ihr das Gerüst fixiert, damit es sich nicht bewegt) usw.

Praktisches und sehr flexibles Gerüst von Hailo
Praktisches und sehr flexibles Gerüst von Hailo (Hailo Profistep Multi)

Unsere Gerüst-Checkliste für euch:

Mit unserer Checkliste möchten wir euch zeigen, worauf ihr beim Kauf achten und was ihr für die Lagerung von eimem Gerüst beachten solltet.

 

1. Material des Gerüsts
Qualitativ hochwertige Gerüste zeichnen sich durch eine gute Verarbeitung aus. So besteht das Gerüst in der Regel aus Stahl, kombiniert mit Reifen aus Gummi oder einem speziellen Hartplastik. Diese Reifen kompensieren das höhere Gewicht beim Schieben der Gerüste. Gleichzeitig sorgt das Gewicht für einen sicheren Stand. Gute Modelle aus dem niedrigen und mittleren Preissegment sind sehr oft aus Aluminium gefertigt, was das Gesamtgewicht teils erheblich reduziert. Beachtet aber immer: Je niedriger der Preis, desto schlechter sind die Heimwerkergerüste dann auch meistens verarbeitet. Und von Gerüsten aus Plastik wollen wir euch lieber ganz abraten.


2. Der Preis für das Gerüst
Modelle aus dem niedrigen Preissegment beginnen oftmals schon bei rund 100 Euro. Die mittleren Preise liegen bei 200 bis 250 Euro und die hochwertigen Modelle beginnen dann bei 250 Euro. Wir empfehlen euch Modelle mit einem Preis zwischen 200 und 400 Euro ins Auge zu fassen, wenn ihr das Gerüst mehr als nur ein einziges Mal im Jahr benutzten wollt. Mit Gerüsten aus diesem Preissegment holt ihr das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für euch raus.

 

3. Aufbau, Transport und Lagerung
Berücksichtigt immer den Platz den ihr braucht, um das Gerüst aufzubauen und abzubauen. Die meisten Hersteller geben hier sehr präzise Angaben. Des Weiteren spielt die Länge der einzelnen Elemente eine wichtige Rolle. Sind die Teile mehr als 2 Meter lang, dann braucht ihr schon einen Sprinter oder Anhänger, falls ihr das Gerüst mal von A nach B bringen müsst. Natürlich sind das Volumen und die Länge der Teile auch für die Lagerung sehr wichtig. Denn das Gerüst aus Platzmangel im Freien aufzubewahren und es den Witterungen auszusetzen ist mittel- bis langfristig nicht wirklich zu empfehlen.

 

Achtet also immer auf die Größenangaben, um nervige Situationen zu umgehen!
- Wie groß ist das Paket bei der Lieferung?
- Wie groß ist das zusammengebaute Gerüst?
- Wie groß sind die Einzelteile?
- Wie viel Platz brauche ich zum Aufbauen und zum Verstauen des Gerüsts?

Hier haben wir noch ein Video. Es gibt euch einen guten Eindruck davon, wie ein Heimwerker-Gerüst / eine Mehrzweckleiter funktioniert:

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